Eine Monstranz (lat. monstrare = zur Schau stellen) ist ein kostbar verziertes Gehäuse, in dem die geweihte Hostie (Leib Christi) gut sichtbar aufbewahrt und zur Schau gestellt wird. Ihre Teile sind der Fuß, der Schaft mit dem Knauf sowie ein zylindrisches Glasgefäß. Besonders im Barock sind Monstranzen prunkvoll gestaltet. Eine kleine Mondsichel, die Lunula, hält die Hostie. Beim Fronleichnamsfest, dem Fest zu Ehren der hl. Eucharistie (Leib Christi), 1264 durch Papst Urban IV. als allgemeines Kirchenfest mit Prozession eingeführt, trägt der Priester unter einem Baldachin (symbolisiert denHimmel) die Monstranz mit dem Allerheiligsten. Die Gläubigen sollen dabei den Leib Christi sehen können und die Messe als Vergegenwärtigung des realen Kreuzesopfers erleben. In der Messe erfolgt nach katholischer Lehre die Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi, was als Transsubtantiation bezeichnet wird.